Wir üben uns im Warten… – Anreise. USA 2016

Nach monatelangem Planen und recherchieren ging es am Freitag mitten im Juli endlich los! Während in Deutschland der Sommer zum schlechteren Herbst mutiert war, sollte es an der Ostküste der USA um die 30 Grad sein. Die Vorfreude war also nach regenreichen Wochen sehr groß. Als wir uns um 9.30 Uhr im niedlichen Hannoveraner Flughafen trafen, erwarteten uns keine reisewütigen Sommerlaubermassen, sondern gähnende Leere. Von Betreten des Terminals bis zum Gate benötigten wir nur zehn Minuten. Also hieß es warten.

 
 
 
web Flugzeug
 
 
 

Der Flug nach London verlief relativ ereignislos. Die Flugbetreuung bei British Airways – und das sollten wir später immer wieder feststellen – war exzellent. Der kleine Gruß aus der Bordküche war auch typisch britisch: Eine „Nuts“-Mischung mit gesalzenen Nüssen und kandierten Früchten. Igitt, wer denkt sich den sowas aus???

 
 
web Flughafen HAJ
 
 
 

Die ersten Ungereimtheiten begannen in London Heathrow. Eigentlich hatten wir vier Stunden Aufenthalt. Da es sehr voll im Terminal sein sollte und dieses auch sehr groß ist, dachten wir eigentlich, dass wir dort noch etwas Zeit vertrödeln. Auch falsch 🙂

Nach 10 Minuten waren wir da und die Zeit zog sich Kaugummi. Wenigstens gab es Free WIFI. Ich schaufelte mir meinen zwei Tage alten Bulgursalat rein und einen Apfel, denn die Gastronomiekosten sind astronomisch, was aber sonst kaum jemanden abhielt sich reichlich zu verköstigen.

 
 
web Flughafen
 
 
 

Kurz vor Boarding dann die erste Überraschung. Da der Foodtruck Probleme hatte, wurde der Abflug um eine halbe Stunde nach hinten geschoben. Vom Fenster beobachteten wir, wie die Flughafenarbeiter wie in Zeitlupe und mit Engelsgeduld einen neuen Truck anfuhren, andockten und gefühlt tausend Rollcontainer ins Flugzeug rollten. Wer denkt, als wir dann endlich im Flugzeug waren, es ginge los, der irrt.

Ich hatte die Hälfte meines ersten Films gesehen als wir endlich abhoben. Bei unseren anderen Reisen sind wir mit US Airways geflogen und waren eigentlich immer zufrieden. Nun waren wir aber von dem Borservice und der Freundlichkeit der Stewardessen überrascht. Sogar das Essen war relativ lecker – entgegen aller Befürchtungen 🙂

 
 
 
web Flugzeugessen
 
 
 

Mit etwa einer Stunde Verspätung landeten wir in New York. Jetzt nahm das Drama seinen Anfang: Gegen 19.45 Uhr erreichten wir das Rollfeld. Durch eine Verkettung unfassbar seltsamer Ereignisse (Überfüllung, Verspätung, Notarzteinsatz am Gate) warteten wir eine geschlagene Stunde im Flugzeug.

Natürlich angegurtet, denn es kann ja jede Minute losgehen… 😀 Unsere gezwungene Reisegemeinschaft blieb relativ ruhig, aber nach einer halben Stunde begannen die Kinder – völlig nachvollziehbar – zu schreien. Notgedrungen wickelten die Eltern einen Kleinen am Sitzplatz – man hier erlebt man was!

Endlich aus dem Flugzeug, ging das Drama weiter. Bei der Immigration waren drei Schalter offen und vor uns war ein Airbus 380 voller Asiaten gelandet. Die Schlange war endlos und es ging (nicht nur gefühlt) gar nicht voran. Nach und nach wurden wir auch über den US-Einwohnerschalter gelotst und waren nach einer Stunde durch – puhh!

Mit dem Airtrain, dem Flughafenshuttle, ging es flux in fünf Minuten zu AVIS Car Rentals. Nach fast 24 Stunden auf den Beinen wäre mir hier fast die Hutschnur geplatzt. Erst freuten wir uns noch: Juhuu, nur zwei Leute vor uns in der Schlange! Aber das war noch bevor wir die „Priority Lane“ kannten. Alle, und es waren viele, wurden hier vorgelassen. Und alle hatten irgendwelche Probleme, die es möglichst uneffektiv zu lösen galt.

Wir warteten über eine Stunde während eine Dame am Schalter u.a. einem aufgebrachten Herren ein Auto für 500 $ PRO TAG vermiete. Bei uns ging es dann fix und nach fünf Minuten standen wir an unserem roten Ford Fokus. Ein tolles Auto, ohne Rauchgeruch, relativ neu und einfach zu fahren.

Aber: Wir mussten trotzdem noch einiges klären mit dem Auto. Und auch hier warteten wir 30 Minuten auf Hilfe. Zwischendurch half ich einem Pärchen, welches seinen Kindersitz nicht einbauen konnte. Um 12 Uhr nachts ging es dann endlich mit über drei Stunden Verspätung auf die Straße. Die Fahrt bis nach Milford dauerte nur eineinhalb Stunden, war aber wegen der Müdigkeit grenzwertig.

 
 
 
web Howard Johnsson Motel Milford
 
 

Unser Zimmer im Howard Johnson war sehr schön und geräumig, aber die Deckenwaren nicht ganz fleckenfrei. Das hat uns in unserer Müdigkeit aber auch nicht mehr wirklich gestört…

 
Kosten und Organisation
 
 

41 $ Ü Howard Johnson

4 $ Brückengebühr in NY

 

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