Wie Zwerge in einer gewaltigen Felslandschaft – Zion National Park und Cedar City. USA 2014

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Endlich mal wieder richtig wandern wollten wir am ersten April im Zion National Park. Gewohnt früh stiegen wir am Visitor Center in Springdale in den gemütlichen Shuttlebus und ließen uns mit allerlei interessanten Informationen zum Park berieseln.

Von April bis Oktober darf der Park nur von den Shuttlebussen befahren werden und ist für private Autos gesperrt. Was uns erst ärgerte, erwies sich als Glücksfall. Die Busse fahren alle 10 Minuten von den verschiedenen Haltstellen ab – sehr praktisch!

Die Regenwanderer

Wir hatten uns ein paar kleine Trails zum Wandern herausgesucht. Gestartet sind wir mit dem Emerald Pool Trail, eine sehr einfach Wanderung entlang eines Felsen, unter einem Wasserfall hindurch zu zwei kleinen Wasserbecken. Die Wasserbecken sind sehr idyllisch gelegen und luden uns zu einer kleinen Rast ein.

Ein kanadisches Ehepaar gesellte sich kurz zu uns. Der Himmel hatte es schon länger angekündigt, aber nun fielen die ersten Regentropfen und schreckten uns hoch.

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Über den direkt anschließenden Kayenta-Trail wanderten wir zur nächsten Haltestelle und hofften, dass der Regen nach unserer Busfahrt aufhören würde. Der Wettergott ließ sich auf eine Kompromisslösung ein und es nieselte nur noch ein wenig als wir uns zum Hidden Valley Trail begaben.

Zu Strength für uns

In der Broschüre als schwer eingestuft, wanderten wir tapfer los mit den Blick auf den steilen Felsweg vor uns. Obwohl ich ziemlich fit bin, war der Trail eine echte Herausforderung.

Daher waren wir auch nicht ganz traurig, als wir unerwartet wegen beginnenden Hagels umkehren mussten. Die Aussicht auf etwa 70 Meter Höhe war aber auch von der Hälfte der Strecke aus fantastisch.

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Unterwegs mit Streifenhörnchen

Nach etwas überlegen beschlossen wir trotzdem noch einen letzten Trail zu wagen.  The Narrows ist auf den ersten Meilen ein sehr einfacher, sogar Rollstuhlgerechter Wanderweg entlang eines Flusses im Canyon. Später steigt der Schwierigkeitsgrad an und der Trail führt teilweise mitten durch den Fluss.

Mit Hinblick auf das Wetter entschieden wir uns für die Easy-Variante und folgten den Touristenmassen bis zu einem kleinen Flussbett. Auf dem weg begegneten uns die altbekannten Streifenhörnchen – keine Attraktion ohne einen solchen cleveren Nager in den USA – welches sogar kleine Kunststücke vorführen konnte.

Wetter 1, wir 0

Durchnässt entschlossen wir nun unseren Besuch im Zion National Park zu beenden. Nach einem kleinen Abstecher über das Museum des Parks setzten wir unseren Roadtrip in Richtung Cedar City, Utah fort.

Auch an diesem Tag veränderte sich die Landschaft wieder stark. Von den massiven Felsen fuhren wir wieder in flacheres, bewohntes Gebiet.

Landlische Idylle bei den Mormonen

Nach den verarmten Indianersiedlungen der letzten Tage waren die Orte nun ein komplettes Kontrastprogramm. Aufgeräumte Städtchen, frisch gestrichene Häuser und gepflegte Landschaften begrüßten uns auf dem Weg Richtung Interstate 15.

Mit rasanten 85 mpH schluckten wir Meile um Meile bis Cedar City – für die lockeren Geschwindigkeitsbestimmungen liebe ich Utah.

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Vorbereitungen für den Fahrtag

Im Rückblick auf den Tag kann ich es kaum glauben, aber wir waren schon am frühen Nachmittag angekommen.

Da wir die nächsten zwei Tage reine Fahrtage hatten, füllten wir unsere Lebensmittel- und Getränkevorräte auf.Spontan beschlossen wir den Frontier Homestead State Park zu besichtigen.

Historische Landmaschinen und das Landleben der Mormonen

Wie viele der kleinen Entdeckungen auf Reisen entpuppte sich der kleine State Park als Highlight.

In einer Mischung aus Heimatmuseum und Sammelstelle für alte Landwirtschaftsmaschinen und Kutschen wer den dort liebevoll zusammengestellte Exponate aus der (mormonisch geprägten) Vergangenheit der Stadt präsentiert. Verschiedene Häuser mit originaler Ausstattung entführen die Besucher ins 19. Jahrhundert.

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Der leere Kinosaal

Nach der spannenden Zeitreise beschlossen wir, dass es Zeit für einen Kinobesuch wäre. Uns gehörte der Kinosaal ganz alleine, als der Film (300 – Rise of an Empire) zu Ende war, wussten wir auch warum… Abends gönnten wir uns wieder einen gesunden Taco Bell – Salat und freuten uns maßlos auf den morgigen Fahrtag quer durch ganz Nevada.

Unterkunft

Motel 6 Cedar City (2 Queensize-Betten 23 $ p.P.)

** von ***** Sternen

Essen

Taco Bell: Taco-Salat

*** von ***** Sternen

Wetter

17°C Zion National Park

Ausgaben

29 $ Quality Inn Page

7 $ Taco Bell

38 $ Einkaufen

11 $ Kino

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