Welcome to Arizona bei Indianern und Cowboys – Phoenix. USA 2014

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Irrfahrten durch die Wüste

Fünf Uhr morgens, alles schläft – wir sind wach. Der Jetlag forderte heute seinen Tribut. Da wir einen Fahrtag vor uns hatten, beschlossen wir einfach loszufahren.

Von El Centro blieb nicht viel in Erinnerung, außer dass es klein und unauffällig ist. Der Interstate 8 folgten wir nun in Richtung des Sonnenaufgangs nach Osten Richtung Arizona.

Unser erstes Ziel sollte die kleine Ghosttown Aztec sein. Ein kleiner Geheimtipp aus einem Internetforum. Dort sollte ein Gebäude aus Gleisen der Union Pacific Railroad stehen.

Leider fanden wir an angegebener Stelle nur eine riesige Rinderfarm, die auch den seltsamen Geruch der Gegend erklärte. Nach ergebnislosem Hin- und Herfahren auf katastrophalen Landstraßen gaben wir auf und düsten weiter auf der Interstate.

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Gefühlt sahen wir abgesehen von Bergen und steppenartiger Landschaft nur Rinderfarmen und Solaranlagen auf der Strecke. Nach einem gewaltigen Solarzellenfeld verließen wir die Interstate, um das Petroglyph Site National Monument zu besichtigen.

Wir folgten einer einsamen Landstraße 15 Meilen bis zu dem Monument mitten in der Wüste. Es handelt sich um einen etwa drei Meter hohen Steinhaufen mit Petroglyphen von amerikanischen Ureinwohnern. Angegliedert ist der einsamste Campingplatz, den ich jemals in den USA gesehen habe.

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Es gibt keine personelle Betreuung des Monuments oder des Campingplatzes vor Ort und kein fließendes Wasser. Nach einer halben Stunden brachen wir zu unserem letzten Fahrtdrittel nach Phoenix auf und die Strecke zog sich nun sehr lang hin.

Auf den Spuren von Elvis – Superstition Mountain Museum

Da wir für uns keine wirklich interessanten Sehenswürdigkeiten in Phoenix gefunden hatten, wollten wir unseren Besuch auf die Old-Town von Scottsdale beschränken. Letztendlich war auch die Old Town eher eine Enttäuschung, denn „old“ heißt aus den 1950er Jahren.

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Wie an vielen Orten in den USA gibt vor allem Touristenshops mit Schwerpunkt Indianer und Cowboys. Mittelmäßig von dem Krams-Angebot mit regionaler Färbung beeindruckt aßen wir einen Burrito und steuerten unser nächstes Ziel, das Superstition Mountain Museum östlich der Stadt an.

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Die ehemalige Filmkulisse für Westernfilme war zu einem Museum ausgebaut worden mit kleinem Trail und Shop. Da wir für den Apache Trail keine Zeit hatten, war das Museum eine nette, kleine Alternative um in das Westernfeeling zu kommen. Als der Ort vor vielen Jahren niederbrannte, wurde er nicht mehr für Filmdrehs genutzt.

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Die heutige Gebäude stammen teilweise aus anderen Geisterstädten oder haben den Brand überlebt. Ein Highlight ist eine kleine Kapelle, in der ein Film mit Elvis gedreht wurde. Das Museum war mit Abstand die schönste Attraktion des Tages.

Auf zum Pool im Radisson Resort

Superstitious MountainsAls wir gingen zog es schon dunkel am Horizont auf. Von den ehrenamtlichen Damen an der Kasse erfuhren wir, dass dies keinesfalls Regenwolken, sondern ein Sandsturm sei, der in einer halben Stunde auf Phoenix treffen sollte. Also nahmen wir die Beine in die Hände und fuhren zu unserer Unterkunft, dem Radisson Fort Mc Dowell Resort etwa eine halbe Stunde östlich von Phoenix. Ich hatte dort im Internet ein tolles Schnäppchen gefunden: Zwei Personen für zwei Tage für 130 €. Als wir dort ankamen war die Sandwolke schon bedrohlich nahe, aber kein Grund für mich nicht noch vorher in den Pool zu springen. Ganz allein verbrachten wir noch eine Stunde im Pool und warteten auf den Sandsturm, der nie kommen sollte.

Unterkunft  

Radisson Fort Mc Dowell Resort (2 Queensize-Betten 45 $ p.P.)
**** von ***** Sternen

Essen  

Wendys: Hamburger und Pommes
*** von ***** Sternen

Wetter

25°C Phoenix

Ausgaben

35 $ Einkaufen
11 $ Wendys
38 $ Tanken
45 $ Radisson Ft. Mc Dowell Resort

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