Waldige Hügel und Wasserfälle – Yosemite National Park. USA 2014

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Zurück in den Schnee

Im strahlenden Sonnenschein steuerten wir früh morgens auf dem Highway 41 zum Yosemite National Park. Nach etwa einer halben Stunde durch wunderschöne Landschaft erreichten wir den Parkeingang.

Anfang April waren auch hier noch einige Straßen und Wanderwege gesperrt. Für uns eher gut, da wir sowieso nur einen Tag Zeit im Yosemite eingeplant hatten.

Je näher wir dem Herzen des Parks, dem Yosemite Village kamen, desto kälter wurde es. Auf den Anhöhen lag teilweise Schnee. Nach einem kleinen Tunnel stoppten wir das erste Mal, um die grandiose Aussicht auf die berühmten Felsen des EL Capitan und Half Dome zu genießen.

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Angst vor dem Hanta-Virus

Die Sonne kroch gerade hinter den Bergen hervor und versetzte die Landschaft in helles Morgenlicht. Langsam näherten wir uns dem Dorf, nicht ohne vorher genauestens die Informationsmaterialien zum Hantha- Virus zu lesen.

Der Erreger kostete letzten Jahr mehreren Menschen das Leben. Schnell geparkt und das Visitor Center besichtigt ging es endlich auf Wanderschaft!

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Der Vernal Fall

Enttäuschenderweise kann ich schon jetzt berichten, dass wir keine der geplanten Wanderung durchhielten. Zuerst gingen wir immer bergauf zum Vernal Fall, den wir zusammen mit Massen anderer Touristen auch erreichten. Beschwingt von unserem Erfolgserlebnis gingen wir weiter zum dahinter befindlichen Nevada-Fall.

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Nur das Eis konnte uns stoppen

Nach endlosen Serpentinen führte der Weg auf der letzten Etappe direkt an einem Felsen entlang auf einem Weg, der in den Fels geschlagen war. Für den vereisten Steinboden waren wir Wüstenfüchse nicht ausgestattet.

Halb frustriert, halb froh – es war wirklich steil und anstrengend – mussten wir die ganzen zwei Meilen wieder zurück gehen. Der Blick in das Tal und den Fluss entlohnt aber trotzdem jeden tapferen Wanderer, der umkehrt.

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Schluss mit lustig

Heute war der Tag gekommen, an dem wir für die bisher sehr anstrengende Reise unseren Tribut zollen sollten. Mitten auf der Tour begann es bei mir im Oberschenkel zu ziehen und ich fing an zu humpeln.

Wie auch immer, nach dem Abstieg waren weitere Wanderungen in den nächsten Tag gestrichen. Wir machten es uns daher im Visitor Center vor einem Film über den National Park gemütlich und ließen den Tag ruhiger angehen.

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Touristenmagnet Lower Falls

Zum Abschluss nahmen wir den Shuttlebus und versuchten uns an der Wanderung, nennen wir es mal lieber den Katzensprung zu den Lower Yosemite Falls. Flankiert von einheimischen Urlaubern, Reisegruppen und Rucksacktouristen nahmen wir Teil am Spektakel Wasserfall.

Stoisch auf einer kleinen Bank sitzend beobachteten wir wie die Leute Videos drehten, auf Steine im Fluss kletterten oder lauthals mit ihren Kindern schimpften.

Kurz bevor wir nach einem kleinen, unfreiwilligen Umweg unser Auto erreichten kamen kleine Tropfen vom Himmel. Sie waren nur die Vorboten für das Unwetter, welches uns gleich auf dem bergigen Heimweg erwarten sollte.

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Und das nächste Schneechaos

In den Höhen gerieten wir in eine handfesten Schneeregen. Obwohl wir unser erstes Erlebnis dieser Art bei Austin gut überstanden hatten, waren wir mit unserem Kleinwagen ohne Winterreifen immer noch nicht sehr glücklich. Gemütlich trödelten wir mit 20 mpH stetig weiter und machten uns zum Hassobjekt aller SUV-Fahrer, die uns nicht überholen konnten.

In Oakhurst wusste man von dem ganzen Wetterdrama nichts. „Froh wären wir, wenn hier mal etwas Nasses vom Himmel kommt“, wies uns die Verkäuferin in einem kleinen Laden zurecht.

 

Unterkunft

Days Inn Oakhurst (2 Queensize-Betten)

*** von ***** Sternen

Essen

Carls Jr: Burger und Pommes

*** von ***** Sternen

Wetter

18 – 0°C Yosemite National Park

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