Touristenhype und Abgeschiedenheit – Nigara Fälle & Warkins Glen. USA 2016

Und täglich grüßt das Murmeltier. Kaum hatten wir morgens unser Zimmer verlassen, wartete auch schon wieder unser niederländischer Nachbar auf uns. Wenn wir nicht aufgepasst hätten, hätte er sich wahrscheinlich auch noch ins Auto gesetzt uns wäre mitgefahren. Aber wir konnten die Türen gerade noch rechtzeitig schließen und winkten ihm zum Abschied freundlich zu.

Das Wetter hatte offensichtlich vor dasselbe Spiel der letzten Tage mit uns zu spielen. Es war wieder bedeckt und wahnsinnig schwül. Kurz hinter Toronto brach dann ein Wolkensturz über uns herab und wir tuckerten mit 40 Meilen bis in die Stadt Niagara Falls.

Wir waren extra früh losgefahren, damit wir die Grenzüberquerung am Sonntag schnell hinter uns bringen konnten. Die Einreise ging dann unerwartet schnell und nett, nicht mal unsere Lein- und Chiasamen waren interessant. Mit der Verabschiedung „Guten Tag“ seitens des Grenzbeamten brausten wir über die Rainbowbridge wieder in die United States.

Da es immer noch in Strömen vom Himmel goss, fuhren wir vorerst zum Niagara Falls Outlet am Ende der Stadt. Das riesige überdachte Center übertraf fürs erste alles, was wir bereits an Shoppingcentern in der USA gesehen hatten. Wir verabredeten uns für in einer Stunde am Ausgang vier. Ich verplemperte meine Zeit in Bath & Body Works und Victoria‘s Secret (exzellente Beratung!)

Gegen Mittag hatte zumindest der Regen aufgehört und wir fuhren endlich zu den Wasserfällen. Auch hier kann man für 20 $ am Tag Luxusparken. Da wir nur kurz bleiben wollten, suchten wir uns einen Straßenparkplatz für 6 $ für zwei Stunden.

Erst studierten wir ausgiebig während eines weiteren Wolkenbruchs das Visitor Center und gingen dann die kurze Strecke zu den Falls. Leider hat mir das ganze Brimborium um die Fälle gar nicht so gut gefallen.

 
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Das Naturschauspiel rückt vor lauter Casinohallen, Shoppingstores und Wasnichtalles in den Hintergrund.

 
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Wir haben uns kurz auf eine Bank gesetzt und die Sonne abgewartet. Für einen kurzen Moment bzw. ein paar Fotos hat sie sich dann auch blicken lassen. Mir war hier viel zu viel Aufregung und Theater, da bin ich wohl einfach von den Nationalparks im Westen zu verwöhnt oder hatte die falschen Ansprüche.

 
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Nach den zwei Stunden waren wir jedenfalls erstmal restlos bedient und überließen den Massen an anderen Touristen das Feld.

Vorbei an Weinanbaugebieten und immer mit Blick auf den Senecasee durchquerten wir die idyllische Region der Finger Lakes. Gegen 17 Uhr erreichten wir den oberen Eingang des Watkin Glen State Parks.

 
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Am Eingang empfing uns ein älterer Volunteer und empfahl uns zuerst den Indiantrail und dann Gorgetrail zurück zulaufen. Gesagt getan: Zum Glück wieder mit etwas Sonne, die sich glitzernd in dem Flüsschen spiegelte.

 
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Leider war es auch extrem schwül unten im Gorge, aber die fantastischen Eindrücke und lichtdurchfluteten Felsformationen haben uns dafür entschädigt.

 
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Ziemlich kaputt und eklig durchgeschwitzt erreichten wir unser Motel in Painted Horse. Ich war ehrlich gesagt mal wieder ganz froh in einem anonymen Motel zu sein und einfach mal gar nichts zu machen!

 
Kosten und Organisation
 
 

45 $ Ü Corning Inn

3 $ Parken Niagara

15 $ Tanken

4 $ Eintritt Watkins Glen SP

27 $ Einkaufen

48 $ Victorias Secret

28 $Bath and Body Works

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Summe 169 $

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