Stephen King, Sumpf und Potato Country – Maine & New Brunswick. USA & Kanada 2016

Von dem würzigen Geruch des Lagerfeuers unserer Nachbarn geweckt, starteten wir den letzten Tag auf dem Campingplatz mit einem kleinen Frühstück auf der Terrasse.

Meine Wäsche, die auf der Terrasse zum Trocknen hing, waren dank unserer Nachbarn gut geräuchert und verlieh unserem Auto bei der Weiterfahrt gen Bangor ein wohliges Hütten-Camping-Gefühl (nach ein paar Stunden war es nur noch widerlich…)

Am Himmel zeigten sich ein paar Wolken, doch es blieb schön sonnig und warm. Etwas wehleidig kehrten wir dem wunderschönen Arcadia National Park den Rücken.

Allen, die etwas Zeit bei ihrer Reise in Neuengland haben, kann ich sehr ans Herz legen sich hier etwas länger aufzuhalten. Beide Halbinseln bieten zwar keine Eyecatcher wie die westlichen Nationalparks, laden aber zum gemütlichen Verweilen ein, bieten immer wieder abwechslungsreiche Blicke aufs Meer und Wanderungen.

Nun aber zum heutigen Tag: Bangor besuchten wir vor allem, um dem Haus des berühmten Autoren Stephen King einen Besuch abzustatten.

 
web Bangor
 

Wir hätten nicht erwartet, dass die Kleinstadt so einladend sein würde.

 
web Bangor S. Kings House3
 

Am Zaun zu Kings Haus waren wir nicht die einzigen Touristen, die die Fledermäuse und den dreiköpfigen Drachen auf den Zaunpfählen begeistert fotografierten.

 
web Bangor S. Kings House2
 
web Bangor S. Kings House1
 

Natürlich respektieren wir die Privatsphäre und entfernten uns nach dem kurzen Fotostop schnell wieder.

Je mehr wir gen Norden kamen, desto waldiger und einsamer wurde die Gegend. Hinter Bangor machten wir eine kleine Wanderung auf dem Orono Bog Boardwalk.

 
web Orono Bog Broadwalk5
 

Auf einem schmalen Pfad erkundeten wir das natürliche Hochmoor, welches sich nach der letzten Eiszeit gebildet hatte.

 
web Orono Bog Broadwalk
 

Mittlerweile war es Mittag geworden und die Luft war nicht nur sehr heiß, sondern auch wahnsinnig stickig. Trotzdem blieben wir dem Weg treu und erkundeten die faszinierende Fauna des moosbewachsenden Hochmoors, auf dem sogar Orchideen wachsen.

 
web Orono Bog Broadwalk4
 
web Orono Bog Broadwalk3
 
web Orono Bog Broadwalk2
 
web Orono Bog Broadwalk1
 
 

Nach einem kurzen Abstecher in das nahe gelegene Oldtown, in dem ich ein Indiandermuseum mit Googlemaps gefunden hatte, was sich aber als Indianerwohnviertel herausstellte, nahmen wir strickten Kurs auf die kanadische Grenze.

Kurz vorher mussten wir allerdings noch tanken und erwischen natürlich die einzige Abfahrt ohne Tankstelle. Mit Hilfe der Einheimischen irrten wir durch vereinsamte Orte und entdeckten sehr kurz vor knapp eine rettende Shell-Tankstelle. Mit vollem Tank und ohne weitere Probleme reisten wir nach Kanada ein. Ein paar Hippie ähnliche Gestalten hatten weniger Glück und wurden an der Grenze gerade von oben bis unten gelaust als wir vorbeifuhren.

Viele Ausflugsziele entlang der Westgrenze New Brunswicks hatte ich nicht gefunden, sodass der Besuch der Hartland Bridge zu unserem Tageshighlight in Kanada werden sollte.

 
web Hartland Bridge1
 
web Hartland Bridge
 

Die Längste Covered Bridge der Welt führt über den St. John River und hat gleich zwei eigene Visitor Center an jedem Ende. Bei Stöbern stieß ich auf diese schwarzhumorigen Spielkarten: 😀

 
web New Brunswick1
 

Wir verzichteten darauf die Brücke zu Fuß zu erkunden und fuhren mit dem Auto darüber. Ganz in der Nähe befindet sich das Museum Potato World und die McCain-Pommes Fabrik.

 
web New Brunswick
 

Die landschaftlich geprägte Region hat sich auf den Anbau von Kartoffeln spezialisiert und Poutine, das sind Pommes mit einen speziellen Bratensauce und Käse, ist eine beliebte kulinarische Spezialität.

Leider war das Potato-Museum wegen eines Konzertes geschlossen, weswegen wir in der Umgebung ein kleines Lokal namens „Gramas“ ausfindig machen und eine kleine Beilagenportion „Poutine“ bestellten.

 
web Gramas Poutine
 
web Gramas Poutine2
 

Soviel dazu: Ich habe nicht mal ein Viertel der Portion geschafft… Die Pommes waren so dick mit Käse und Sauce zugeschüttet, dass es fast ungenießbar für mich war.

 
web Gramas Poutine1
 

Katharina schaffte ihre Portion inklusive eines Milchshakes, was mich stark beeindruckte. Ich hatte aber auch zugegebenermaßen deutlich mehr Sauce auf meiner Portion abbekommen.

Als wir in Richtung unseres Motels in St. Leonard weiterfuhren hatte der Himmel sich zugezogen.

 
 

Mitten auf der Strecke wurde es plötzlich dunkel und wir gerieten in einen Platzregen mit Gewitter, der sich bis kurz vor St. Leonard zog. Leider wurde es nun auch kühler, sodass wir auf den Pool verzichten mussten. Vielleicht auch besser so, denn das Grenzstädtchen schien nicht die beste Adresse zu sein und am Abend vernahmen wir mehrfach Polizeisirenen.

 
web Daigles Motel
 

Das Daigles Motel ist trotzdem in Ordnung und für einen kurzen Stopp auf der Weiterreise zu empfehlen.

 
Kosten und Organisation
 
 

62 CAD $ p.P. Ü KOA Daigles Motel, St. Leonard

4,50 CAD $ Einkaufen

13 CAD $ Frites Poutines

12,50 US $ p.P. Tanken

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Summe 79,50 CAD $ + 12,50 US $

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