Romantisches Wasserschloss – Glücksburg 2015

Kurz vor der dänischen Grenze liegt das romantische Städtchen Glücksburg. Umgeben von einem kleinen Gehöft strahlt das kleine Wasserschloss, das Wahrzeichen der Stadt, in hellem Weiß. Wir erwischten eine gute Tageszeit, zu der der blaue Himmel, das weiße Schloss und die grünen Rasenflächen um die Wette strahlten.

 

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In dem Vorhof des Schlosses werden Rosen angepflanzt, deren sattes Rot einen schönen Kontrast zu den weißgetünchten Mauern bildet. Umgeben ist die Anlage von einem kleinen Park, der zum Spazieren gehen und Ruhe tanken einlädt.

Rosenfans können sich im fußläufigen Rosarium einer Fülle an verschiedenen Sorten, Farben und Größen von Rosen widmen.

 

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Über eine breite Steinbrücke geht es zum Eingang des Schlosses, welches mit acht Euro einen stattlichen Eintrittspreis hat. Am Eingang wurden wir von einem etwas anzüglichen Schlossbewohner, also einem Schauspieler in historischer Kleidung, begrüßt. Sehr dezent wollte er uns gleich in das Hochzeitszimmer des Schlosses lotsen – wir zogen aber den Folterkeller vor.

 

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Die Räume des Schlosses wurden mit historisch originalen Möbeln bestückt. Wir schlenderten durch die Wohn- und Gesellschaftsräume als wären wir bei den ehemaligen Hausherren zu Gast.

 

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Das Lebensgefühl und den Luxus der hohen Herren von Schauenburg und der späteren deutschen Kaisern Elisabeth Auguste, die hier aufwuchs, konnten wir beinahe spüren.

Mal mehr, mal weniger gut, versucht das Museum – wie im Auswandererhaus Bremen – mit lebensgroßen Puppen zu arbeiten. In den Räumen der Bediensteten unter dem Dach forderte ein Schild dazu auf, eine Klotür zu öffnen. Dahinter saß eine nackte !?! Schaufensterpuppe, die nicht nur mir einen Schreck fürs Leben einbrachte…

 

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Abgesehen von drei Sonderschauen, u.a. zum Thema Elisabeth Auguste, gab es im ganzen Schloss keine Ausstellungstexte. Wir hätten wohl den Audioguide dazubuchen müssen, der nochmal zwei Euro extra kostet. Diese – in meinen Augen – Abzocke und das eher unfreundliche Personal, lassen das Schloss leider rückblickend nicht in so gutem Licht dastehen, wie es der Qualität der historischen Stätte angemessen wäre.

Auch der Präsentation mangelt es an einigen Stellen (z.B. bei der Schaufensterpuppe im Klo). Ich finde es sehr schade, dass das Schloss mit so hochwertigen Exponaten ausgestattet ist und wir – hätten wir nicht Wikipedia auf dem Smartphone gehabt – nicht mal gewusst hätten, wann und vom wem das Schloss gebaut wurde. Mein Fazit kann daher nur lauten: Nette Ansätze und Ideen, aber auf sehr provinzieller Ebene umgesetzt, schade!

 

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