Morgens halb acht beim Netto – Abenteuer Mannheim 2016

Der Netto bei meiner Arbeit im Herzen Mannheims öffnet morgens pünktlich um sieben Uhr seine Türen. Die erste Öffnungsstunde spielt sich immer wieder dasselbe Schauspiel ab: Supermarktangestellte räumen noch Regale ein, einzelne Einkaufende streunen durch die Gänge und man muss ewig an der Kasse stehen, weil der Azubi die Kasse nicht bedienen darf und alle anderen Verkäufer spontan verschwunden sind. Die langsam immer länger werdernde Supermarktkasse ist morgens vor der Arbeit immer wieder ein Quell der Freude.

So auch heute:

Nachdem ich schon ein paar Minuten an der Kasse anstand und von den drei herumwuselnden Verkäufern erfolgreich ignoriert worden bin, gesellte sich der erste Penner zu mir in die Schlange und stellte sein Dosenbier auf das Band. Im Gegensatz zu mir hielt er nicht lange durch. Nach ein paar verkauderwelschten Kommentaren zur allgemeinen Lage und überhaupt, musste er sich relativ schnell auf den Boden vor der Kasse setzen. „Is‘ ja noch früh, Mädchen!“, lallte er mir müde entgegen.

Nachdem nun ein zweiter Penner sich anstellte, der sich zur Feier des Tages gleich mal zwei Bier gönnte, kam Fahrt in die ganze Sache. Er war weniger geduldig und machte ordentlich Rabatz bis die Verkäuferin vom Flaschenabgabeautomaten herübergeschlürft kam. Mein Einkauf ging fix von der Hand. Als ich im Gehen war, konnte ich aber noch dieses inspirierende Gespräch abfangen: „Das Bier können Sie so nicht kaufen.“ – „Wieso?“ – „Ey Kumpel, das Bier gibs nur im 30er Pack, das kannste so nich kaufen. Ich hab hier zwei Bier für 35 Cent das Stück, das musste dir merken, da sparste am meisten!“

Wieder was fürs Leben gelernt, danke und Prost!

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