Mitten uns Getümmel! – New York. USA 2016

Als morgens früh die ersten Amish mit ihrem Tretroller die Straßen unsicher machten, brachen wir von dem gemütlichen Ronks im Amish Country in die große Stadt auf. Etwas wehmütig ließen wir die malerische Gegend hinter uns. Das heißt, so schnell verließen wir sie nicht, denn wir verirrten uns ein wenig auf der Strecke bis zum Highway.

Kleiner Tipp an Rande: Niemals die Business Strecke eines Highway nutzen, die führt durch jedes Kaff mit einem noch so kleinen Industriegebiet.

Vorbei an Philadelphia und über mehrere sehr teure Maut-Interstates gurkten wir bis zum Big Apple. Auf unserer Reise hatten wir uns bis dahin nie richtig verfahren. Das sollte sich nun ändern.

Kurz vorm Ziel gondelten wir ewig durch das Flughafengelände und konnten auf Teufel komm raus die Abgabestation nicht finden. Als wir es nach vielen Anläufen und interessanten Einblicken um das Flughafengelände herum doch gefunden hatten, lief die Autoübergabe unerwartet unkompliziert.

Nach zwei Minuten war alles erledigt: Der Servicetyp kam vorbei, scannte den Code, schaute einmal ums Auto herum und fertig. Auch die Fahrt zum Union Square verlief ganz unkompliziert. Mit dem Airtrain und der Subway waren wir in 45 Minuten bei unserer Unterkunft, dem Seafarers International House am Union Square.

 
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In Subway hatte uns noch ein Typ, der Halbdeutscher ist, mit seinem Leben zugetextet und empfohlen auf dem Rückweg eine andere Strecke zu nehmen. Der Tipp sollte noch Gold wert sein, aber wir waren erstmal wieder froh unsere Ruhe zu haben, denn der junge Mann schien mehr zu sich selbst als zu uns zu sprechen – seltsame Situation…

In Seafarers stellten wir erst einmal nur Gepäck ab, da das Zimmer noch nicht frei war. Wir versuchen uns an unserer ersten Citybike-Station direkt um die Ecke und kaufen einen 3-Tages-Pass für 24 $.

 
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Die Abwicklung läuft total unkompliziert mit der Kreditkarte am Terminal. Und schon geht es auf geht’s ins Getümmel. Der Kontrast des Verkehrs von Manhattan zum beschaulichen Lancaster Country könnte kaum größer sein.

 
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Mit dem Bike strampelten wir einfach drauf los. Anders geht es wohl auch nicht. Rote Ampeln sind lediglich eine Option, aber wer schnell ankommen möchte, sollte besser einfach mit dem Verkehr flutschen. Irgendwie macht es sogar Spaß zwischen den stehenden Autos durchfahren 🙂

Zuerst wagten wir die kurze Strecke zum Times Square, also mitten in den dichten Verkehr von Midtown. Wow, was für ein Abenteuer! Froh darüber, dass wir die Höllenfahrt überlegt hatten, gönnten wir uns einen Burger mit Pommes bei Planet Hollywood.

 
Planet Hollywood web
 
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Wie auch in Las Vegas hat das Restaurant ein tolles Ambiente, aber es war leider fast leer und wir hatten ewige Wartezeiten. Als Trost gab es immerhin ein Gratisgetränk. Trotzdem schmeckt es dort einfach unglaublich gut!

 
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Zu Fuß ließen wir die Stadt nun auf uns wirken. Am Times Square starteten wir unsere Tour und spazierten zu Fuß weiter zur New York Public Library und zum Bryant Park.

 
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Der große Lesesaal der Bibliothek war leider gesperrt, aber es ist trotzdem ein spannendes Gebäude. Nur haben wir bis auf die Gutenbergbibel leider weder Bücher noch die Ghostbusters gesehen. Sleima macht wohl grade Urlaub 🙂

 
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Trotzdem war dort unglaublich viel los, also eher kein guter Ort zum Lesen. Der gut besuchte Bryantpark ist eine kleine Oase zwischen den aufragenden Wolkenkratzern. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zur Grand Central Station. Der historische Bahnhof verfügt über viel Charisma und Hektik – ist halt New York und nicht Hintertupfingen!

 
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Wir ließen uns einfach durch die Gegend treiben und entdeckten zufällig die St. Patrick Cathedral, deren weißer Marmor zwischen den Wolkenkratzern hervorsticht. Der neogotische Bau bildet einen spannenden Kontrast du den verglasten Hochhäusern. Drinnen war leider grade Gottesdienst, den wir nicht stören wollten.

 
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Die letzte Station des Tages war das Rockfeller Center. Wir kaufen Tickets für den Top oft he Rocks für den kommenden Tag. In dem Center war total viel los, aber das System der Zuteilung von Uhrzeiten gefällt mir sehr gut. Von meinen drei Tagen in Manhattan möchte ich nicht zuviel Zeit auf das warten in irgendwelchen Schlangen verplempern. Wir waren aber fürs erste froh als wir aus dem Shoppingdschungel wieder raus waren.

 
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Über die Fifth Avenue radelten wir vorbei am Flatiron-Gebäude zu unserem Hotel zurück. Beim  Whole Foods Market kaufte ich zwecks Alternativenlosigkeit völlig überteuertes Superfood zum Abendessen und fiel im Hotel tot ins Bett.

 
Kosten und Organisation
 
 

85,85 $ Ü Seafareres

14 $ Straßen- und Brückenzoll

8 $ Metrocard

24 $ Drei-Tages-Ticket City Bike

4 $ Tanken

28 $ Planet Hollywood

18 $ Whole Food Market

32 $ Top of the Rocks

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Summe 214 $

 

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