Mehr als ich erwartet hätte! – Montreal. Kanada 2016

Nur eine Stunde nördlich von Ile aux Noir liegt Montreal. Die größte Stadt von Quebec  liegt am St. Lorenzstrom, den wir auf unserer Reise nun schon länger begleitet haben. Während der Strom im nördlichen Tadoussac mehrere Kilometer breit ist, hat er in Montreal seine Gewaltigkeit verloren. Verschiedene Gewässer umschließen die Stadt und lassen sie auf der Landkarte wie eine Insel erscheinen. 

 
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Auf Empfehlung unserer Gasteltern brausten wir mit unserer roter Knatterkarre gleich morgens den Mont Royal hoch. Vom Charlet du Mont Royal hat man den angeblich besten Blick auf die Stadt.

 
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Der ganze Berg ist von Wander-, Jogging- und Radstrecken durchzogen und ist sowohl für Touristen als auch für Einheimische ein angenehmes Naherholungsgebiet mitten in der Großstadt. Leider war der Himmel morgens noch etwas bedeckt.

 
 
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Eigentlich reisen wir ohne Navis, für diesen Tag hatten wir uns aber eins Navi von unseren Gasteltern geliehen. Zum Glück! Denn unser nächstes Ziel hätten wir sonst sicher nicht gefunden.

 
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Im nahe gelegenen Stadtteil Le Plateau-Mont-Royal suchten wir Schwartz’s Deli auf. Der jüdische Schlachter ist ein echter Geheimtipp. In dem charismatischen Deli verspeisten wir ein sehr leckeres Sandwich mit Smoked Meat.

 
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Schwartz’s ist in Kanada berühmt, sogar Stars wie Celine Dion haben sich schon in das etwas unauffällige Geschäft in dem etwas schmuddeligen Viertel verirrt.

Wir waren neugierig auf die Gegend geworden und spazierten durch die Gassen auf der Jagd nach den beeindruckenden Graffitikunstwerken an den Wänden. 

 
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Um in die Innenstadt und zur berühmten Kirche Notre Dame zu kommen, mussten wir uns erstmal durch den um viele spannende Baustellen bereicherten Verkehr kämpfen.

Seit unserem Verkehrschaos in Quebec City hatten wir natürlich nicht dazugelernt und dachte auch hier: Wir finden bestimmt irgendwo einen Parkplatz in der Innenstadt. Tja, Fehlanzeige.

 
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Aus dem ersten Parkhaus mussten wir wieder herausfahren. Ein Mitarbeiter hatte uns gegen Cash angeboten einen Platz für uns aus dem Hut zu zaubern, aber wir verzichteten… Also irrten wir wieder ein bisschen durch die Straßen und fanden dann tatsächlich ganz spontan einen kleinen, relativ günstigen  Privatparkplatz mitten in der Stadt.  

 
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Direkt um die Ecke befand sich schon der Place d’Armes und die Basilika Notre Dame. Da ich nicht eingesehen habe Eintritt für eine Kirche zu zahlen, habe ich mir die Gegend angeschaut während Katharina die Kirche besichtigte.

 
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In einer Seitengasse entdeckte ich einen kleinen Cupcakeladen und ein Teegeschäft. Mit einem quietschbunten Cupcake in der Hand lauschte ich einem Straßenkonzert beim Warten.

 
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Montreal überzeugt wie viele andere Großstädte an der Ostküste durch seine Mischung aus neuer und alter Bausubstanz. Neben historischen Jugendstil- oder Gründerzeitbauten ragten moderne, verglaste Bürogebäude empor.

 
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Als wir zum nahe gelegenen Place Jacques Cartier schlenderten, zeigte sich zum Glück wieder langsam die Sonne raus. Der farbenfrohe Platz ist von Cafés, Restaurants und Blumenständen umringt.Wir genossen die entspannte Atmosphäre uns statteten dem Garten des angrenzenden Chateau Ramezay einen kurzen Besuch ab.

 
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Aus einem Blogartikel hatte ich den Tipp bekommen, den Secondhandladen Eva B ein paar Straßen weiter zu besuchen. Also ab ins Auto und los geht’s!

Nach ein paar Diskussionen mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Parkplatzsystem im Montreal standen wir vor einem total abgefahrenen Geschäft.

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Über drei Etagen und mehrere Hinterhöfe werden in einem bunten Mix Klamotten, 80er und 90er Kram, VHS-Kassetten, Kaffee, veganes Chichi und vieles mehr verkauft. Viele junge alternative Leute stöbern durch das Bienenstockartige Gebäude.

 
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Die Klamotten waren leider ziemlich ranzig und oft verschlissen, also würde ich von einem Kauf eher abraten. Aber darum geht es bei einem Besuch bei Eva B auch gar nicht. Wir lassen die Eindrücke wirken und tauchen tief in die alternative Szene der Stadt ein.

 
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Mittlerweile hatte die Sonne sich wieder durchgesetzt und es herrschte eine wahnsinnig drückende Schwüle in der Stadt. Nach einem kurzen Intermezzo im Supermarkt, wo wir Geschenke für Friederike und ihren Mann besorgten, kehrte ich zum Bootshaus und meiner viel geliebten Hängematte zurück 🙂

 

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Abends kündigten sich mit der Nichte der Gasteltern und ihrer Freundin weitere Gäste auf Rundtour an. Gemeinsam aßen wir Fast Food (Pommes mit Currywurst) und plauschten bis uns die Mücken vertrieben.

 
Kosten und Organisation
 
 

14 CAD $ Supermarkt (inkl. Geschenk)

11 CAD $ Tee Mitbringsel

6,50 CAD $ Parken in Montreal

15 $ US $ Schwartz Smoked Meat Sandwich

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Summe 46,50 CAD $

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