Kloster, Schloss und Burg entlang der Weser – Rund um Kloster Corvey 2016

Ein ganzes Wochenende in Hildesheim und Umgebung stand bevor: Es ist also wieder Ausflugzeit!

Gemeinsam mit einer alten Studienfreundin, die es in die Gegend verschlagen hat, habe ich meine Sachen gepackt und wir haben uns mit ihrem kleinen Klapperlupo auf die Landstraßen begeben.

 

hildesheimer-dom-krezgang

 

Die altehrwürdige Bischofsstadt Hildesheim steuerten wir als Erstes an. Im über 1000 Jahre alten Dom lauschten wir den letzten Klängen eines kostenlosen Orgelkonzertes.

So unauffällig der romanische Kirchenbau auch wirken mag, sind die Schätze, die er beherbergt, doch von kunsthistorischem Weltrang!

 

hildesheimer-dom-bernwartstuer

 

In der Kirche selbst bewunderten wir die Bernwartstür. Die beiden Flügel aus Bronzeguss zeigen Szenen aus dem Leben Jesu.

Von Bischof Bernwart gestiftet zählt die Tür zu den bedeutendsten Bronzewerken des Mittelalters.

 

hildesheimer-dom-godehardschrein

 

hildesheimer-dom-godehardschrein-2

 

In der Krypta wartet ein weiterer kultureller Blockbuster auf neugierige Besucheraugen: Der Godehardschrein. Der mit Goldplatten beschlagene Sarg des heiligen Hildesheimer Bischofs Godehard bildet die zwölf Apostel ab und ist reich an Edelsteinen und Golddekor.

 

hildesheimer-dom-kreuzgang2

 

Im Innenhof der ehemaligen Klosteranlage, die direkt an den Dom anschließt, zeigt sich ein Heiligtum der besonderen Art.

Der tausendjährige Rosenstock geht auf die Gründungslegende des Bistums zurück. Angeblich wuchs er aus einer Reliquie des Baum, an dessen Stelle sich heute der Dom befindet.

 

kloster-corvey4

 

Ein bisschen weiter entlang der Landstraßen an der Weser liegt das alte Missionskloster Corvey. Von hier aus missionierten die Mönche einen nicht unwesentlichen Teil Sachsens im frühen Mittelalter.

 

kloster-corvey5

 

kloster-corvey3

 

kloster-corvey2

 

Heute zeigt sich die gewaltige Anlage in barockem Gewand. Lediglich der Mittelteil der Kirchenfassade stammt noch aus dieser Zeit. Spätere Um- und Anbauten in der Kirche prägen deren Architektur und Ausstattung.

 

kloster-corvey6

 

Überregionale Bekanntheit erlangte das Kloster bis in die Neuzeit hinein durch seine legendäre Bibliothek. Diese kann heute in Teilen besichtigt werden.

Ein besonderes Highlight für mich war das Studierzimmer Hoffmanns von Fallersleben, dem Dichter des Deutschlandlieds und gebürtigem Wolfsburger – wie ich 🙂

 

wasserschloss-bevern

 

wasserschloss-bevern-2

 

Das nächsten Ziel war das kleine Wasserschlösschen Bevern. Ein Schmuckstück aus der Weserrenaissance. Leider sind nur Teile des Gebäudes renoviert worden, was seinem Charme aber keinen Abbruch tut.

Da die nächste Führung erst in einer Stunde beginnen sollte, begnügten wir uns mit dem Besuch des Heimatmuseums. Dieses Kleinod ähnelt eher einer Wunderkammer als einem Museum.

 

wasserschloss-bevern-3

 

Von einer Edelsteinsammlung, vorsteinzeitlichen Fossilien über historisches Handwerk bis Kleidung aus verschiedenen Epochen ist hier alles wild wie in einer Wunderkammer durcheinandergemischt.

 

burg-polle-4

 

burg-polle

 

Auf dem Rückweg besichtigten wir noch die kleine Burgruine Polle. Mehr als ein paar Mauerreste und zugeschüttete Ausgrabungen gibt es hier leider nicht mehr zu sehen. Wir genossen den Blick auf die Weser und traten die Reise zurück an.

 

burg-polle-3

 

burg-polle-2
 

Mittlerweile schüttete es aus Eimern. Aber das hielt uns nicht davon ab noch einen kurzen Blick auf der Kloster Amelungsborn zu werfen. Die Klosterkirche ist architektonisch sehr interessant, da die alte romanische Kirche einfach als Schiff für den angebauten gotischen Bau verwendet wurde.

 

kloster-amerlungsborn

Kommentar verfassen