Geisterhafte Begegnungen in Montana – Garnet und Butte. USA 2012

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Am nächsten Tag machten wir uns auf Montana zu entdecken. Unsere Route wurde übrigens nur so großzügig, weil ich unbedingt nach Montana zu den Cowboys wollte 🙂 Unser erstes Ziel war die Geisterstadt Garnet. Wirklich ein ganz, ganz toller Geheimtipp!
In den neueren Reiseführern nicht zu finden, war die Stadt am Rande in meinem Iwanowsiki-Reiseführer von 1995 erwähnt. Es gab zwei Wege dorthin, zufällig wählten wir den schlechten… Da die Stadt auf einem Berg liegt, war es sehr steil, teilweise nicht befestigt und wir wollten umdrehen – ging aber nicht, keine Möglichkeit und an der einen Seite ein Abgrund. Also rissen wir uns zusammen und fuhren weiter.
Wir waren in Garnet fast ganz allein, das Visitor Center noch nicht fertig und nur ein anderer Gast verirrte sich dorthin. Da es früh morgens war, war es das erste Mal, dass ich eine Geisterstadt wirklich gruselig fand.
Dort gab es keine touristische Aufwertung, irgendwelche Shops oder sonstige Fresstempel. Nur die verlassenen Hütten, in denen maximal noch das Bettrost und ein Ofen stand, waren frei in der Landschaft zugänglich. Dezent mit Schildern zur Erklärung versehen, erinnerte mich das ganze ein bisschen an deutsche Freiluftmuseen.
Nur das auf diesem verlassenen Berg die Einsamkeit der Siedler in dieser fast lebensfeindlichen Gegend zum Greifen nah kam. Die Stadt war übrigens eine Goldgräberstadt, die Anfang des 20.Jh. niederbrannte und dann nicht mehr besiedelt wurde. Die möblierten Häuser waren versperrt, sodass ich die Bilder vom Saloon durch Löcher im Holz gemacht habe.
Nachdem wir Garnet über den anderen, etwas besseren Weg wieder verlassen haben, fuhren wir quer durch das Land in Richtung Deer Lodge. Wegen der Dürre hatten wir immer noch super Sommerwetter und genossen die beeindruckende Landschaft, welche vorrangig von Land- und Viehwirtschaft geprägt ist.
Gegen Mittag erreichten wir Deer Lodge. Leider war die Schaufarm Ende September schon geschlossen, sodass wir das Gelände besichtigen konnten, aber leider keine Show mehr erleben konnten. Auch das Gefängnis – eines der Highlights von Deer Lodge – hatte gerade geschlossen… Daher hielten wir uns in Deer Lodge nicht allzulange auf.
In einer Stunde waren wir dann in Butte, der Stadt der Copper-Kings. Hier gab es überall historische Gebäude und große Häuser, die auf den Reichtum der Stadt zu Kupferschürfzeiten verweisen. Ebenso lohnt die Besichtigung der riesigen Erdlöcher, die von dem massiven Abbau in der Region zeugen.
So, nun verlassen wir auch nächstes Mal Montana und es geht weiter zum Yellowstone!

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