FotoGeschichten – Auf Tuchfühlung mit einem Roosevelt-Hirsch in der Wildnis

Wer kennt nicht dieses leichte Schauern im Wald? Wenn es früh morgens ist und die Sonne sich noch nicht ganz zeigt, umgibt die Bäume eine seltsame Stille.

In der neuen Kategorien FotoGeschichten erzähle euch die Geschichte zu einem ganz besonderen Foto – oder in diesem Fall einem Video.

Schau dir das Video erst einmal an! Ihr seht einen wunderschönen Roosevelt-Hirsch aus absoluter Nähe in der Wildnis. Er äst, hebt sein Geweih und scheint ziemlich entspannt sein.

Wie kamen wir so nahe an einen Roosevelt-Hirsch?

Bei unserem USA – Trip 2012 wollten wir unbedingt eine lange Wanderung durch den urwüchsigen Redwood National Park machen. Der dichte Wald an der kalifornischen Pazifikküste beherbergt die riesigen Redwoods, Mammutbäume aus einer Zeit lange bevor die Menschen die Erde besiedelten.

18 Meilen hatten wir uns für diesen Tag vorgenommen. Deshalb wanderten wir frühmorgens durch den einsamen Wald, noch bevor Mensch und Tier erwacht waren.

Als wir mitten im Wald waren, schon kleine Hügel erklommen hatten und die Urwaldatmosphäre auf uns wirken ließen, bemerkten wir eine kleine Köttelspur auf unserem Wanderweg. Das ist bestimmt ein Waschbär, dachten wir uns als Outdoor- und Tierweltkenner, die wir nicht waren.

Denn als wir um die nächste Ecke bogen stand uns mitten auf dem Weg ein ausgewachsener Roosevelt-Hirsch mit gewaltigem Geweih gegenüber. Nur etwa 10 Meter war das beeindruckende Tier von uns entfernt und machte keine Andeutungen uns den Weg frei zu machen.

Langsam Schritt für Schritt näherte er sich uns und senkte sein Geweih. Uns ergriff plötzlich Panik und wir hüpften hinter einen riesigen Redwood-Baumstamm neben dem Weg. Während wir nun festsaßen blieb der Hirsch entspannt und kam immer näher.

In dem Moment als wir nicht mehr wussten, wie wir da wieder wegkommen sollten, entstand die Aufnahme.

Als wir später anderen Wanderern von der Begegnung erzählten, hielten sie uns für verrückt. Einen Roosevelt-Hirschen sähe man höchstens von Weitem, aber die Tiere seien sehr scheu und würden schnell wieder im Dickicht verschwinden. Wenn die wüssten…

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