Einmal Sequoia und wieder zurück – Sequoia National Park. USA 2014

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Aufbruch bei strahlendem Sonnenschein

Immer noch humpelnd setzte ich mich ziemlich früh am morgen in unseren mittlerweile liebgewonnenen röchelnden Nissan. Der Sequoia National Park mit seinen berühmten Mammutbäumen war das heutige Ziel.

Durch seichte Hügellandschaften und endlos lange Orangenhaine fuhren wir auf die Schneebedeckten Gipfel des vor uns liegenden Gebirges zu.  Vorbei an Seen und kleinen Orten steuerten wir auf den Parkeingang zu.

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Nicht ohne Schneeketten

Der Himmel strahlte uns blau entgegen und wetteiferte mit dem satten Grün der Wiesen und Bäume. Lässig und geübt passierten wir mit unserem Annual Pass den Parkeingang. Doch da war für uns auch schon Endstation.

Die Ranger im Visitor Center informierten uns, dass es in den höheren Gebieten des Parks Schneeverwehungen gäbe und wir ohne Schneeketten nicht weiterfahren dürften. Ohne viel Hoffnung suchten wir in unserem Auto nach Schneeketten – ohne Erfolg.

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Von Trockenheit und alten Frauen

Ernsthaft enttäuscht und im Austausch mit einem lauthals protestierenden Amerikaner fuhren wir noch ein kleines Stück weiter in den Park bis er für uns gesperrt war.

Wegen des wunderschönen Wetters – Sonne, leichter Wind, 22°C –, der Schönheit des Sequoia National Parks und der Tatsache, dass wir nicht einen einzigen Mammutbaum zu sehen bekamen, war unsere Laune deutlich nahe des Tiefpunkts.

Flexibel wie wir sind überlegten wir uns auf der Strecke zurück an ein paar Orten anzuhalten und spontan zu schauen, was Kalifornien uns bietet. An einem kleinen Visitor Center am Lake Success klagte uns eine alte Dame ihr Leid, weil der See durch die Trockenheit der letzten Monate auf dem Tiefstand war.

Einladend sah das Naherholungsgebiet mit Bootsanlegern derzeit wirklich nicht aus. Wir versicherten der Dame unser Verständnis für die prekäre Lage und zischten gerade davon, als eine große Gruppe Biker auf das kleine Häuschen zusteuerte.

Mittlerweile erschöpft und immer stärker humpelnd plädierte ich für die Rückkehr zum Hotel. An einem kleinen Stand an der Straße besorgten wir uns noch ein paar Erdbeeren, frisch vom dahinter liegenden Feld.

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Nicht alles, was mexikanisch ist, schmeckt

Nachdem wir in Tuscon einen asiatischen Supermarkt besucht hatten, hielten wir in Tulare an einem mexikanischen Pendant. Ich liebe es durch die Regalreihen zu gehen und mir die Besonderheiten des Sortiments anzuschauen und auszuprobieren.

Für das Abendessen nahm ich mir eine Art Joghurt mit Gelantine-Wackerpuddingähnlichem Zusatz in den Farben der mexikanischen Nationalflagge mit. Sagen wir abschließend mal so, der Joghurt fügt sich gut in die Reihe von Enttäuschungen dieses Tages ein.

 

Unterkunft

Charter Inn & Suites (2 Queensize-Betten)

*** von ***** Sternen

Essen

u.a. Joghurt

* von ***** Sternen

Wetter

22°C Sequoia National Park

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