Ein Roadtrip quer durch die amerikanische Wüste

Donnerstag, 23. August

9:30 Uhr, Sorroco

Unser einziger richtiger Fahrtag. Eine von acht Stunden bereits geschafft. Ganz klar: Zeit für einen sinnlosen Umweg. Ungeplante Umwege sind sowieso die besten.

10:30 Uhr, Ghosttown Kelly

Einst hatte ich die einzigartige Ghosttown Garnet durch einen kleinen Hinweis im Reiseführer entdeckt. Mtit der Ghosttown Kelly sollte es genauso sein. Nur ein kurzer Vermerk im Reiseführer ließ und den zweistündigen Umweg in Kauf nehmen. Hinter einer uncharismatischen Kleinstadt bogen wir mitten im Nichts auf eine Dirtroad ab. Nach drei Meilen durch die Wildnis erreichten wir den magischen Ort. Uns empfing eine kleine Kirche, 1930er Jahre. Eher unspektakulär, aber ok. Wo ist denn der Rest? Außer ein paar Mauern und einem von Schusswaffen durchlöcherten Schild gab es nichts – außer gruseliger Einsamkeit. Nach einem rasseln hinter einem Stein, der stark auf eine Rattlesnake deuten ließ, setzten wir zum Sprint zum Auto an und düsten zurück. Größter Flop der Reise.

12:45 Uhr, Las Cruces

So tief im Süden der USA könnten wir eigentlich mal einheimische, spanische Kost probieren. Oder wir lassen es und essen Burger mit Pommes bei Jack in the Box.

15:30 Uhr, Highway

270 Meilen quälen wir uns über den Highway. Immer geradeaus. Der Himmel hat seinen Drang zur Melodramatik noch nicht ganz ausgelebt. Im Horizont ziehen dicke Regenschauer, Windhosen und dunkle Wolken vorbei, nur um Minuten später von grellem Sonnenschein abgelöst zu werden.

18:15 Uhr, Tucson, Hotel

Über zehn Stunden im Auto, jetzt erstmal in den Hot Tub. Nicht. Poolarea gesperrt wegen Umbau. Na, das fängt ja gut an, Tucson.

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