Die Querung eines Riesen – St. Lorenz-Strom. Kanada 2016

Nach einer halbwegs ruhigen Nacht in dem etwas gruseligen St. Leonard, sind wir diesen Morgen das erste Mal mit Wecker aufgestanden.

Da unsere Fähre über den St. Lorentzstrom um 11.15 Uhr abfuhr und mir im Internet geraten wurde mindestens eineinhalb Stunden vorher da zu sein, ließen wir bereits um kurz vor acht Uhr die Stadtgrenzen, des etwas heruntergekommenen Städtchens hinter uns. Auch die Städte entlang des Highways wirkten eher kleiner als noch in Maine.

 
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In Rivere du Loop reihten wir uns an circa 15. Stelle in die Schlange für die Fähre ein. Die Zeit am Anleger konnten wir ganz gut vertrödeln.

 
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Neben einem kleinen Shop und Restaurants, gibt ein einen kleinen Scenic Walk mit Blick auf den Fluss und die Stadt sowie allerlei Kleinigkeiten zu entdecken. Der Lozenz-Strom muss einen ziemlich hohen Tidenhub haben, denn die kleinen Boote am Anleger lagen morgens alle im Schlick fest.

 
web Rivere du Loop
 

Als wir auf die Fähre einfuhren hatten wir Glück, denn zufälligerweise wurden wir so eingeteilt, dass unser Auto als erstes wieder wegfahren würde, also direkt am Ausgang. Die Überfahrt dauerte eine Stunde, die wir in der Sonne am Deck lesend verbrachten. Der Wind auf dem Fluss war ziemlich kalt, weshalb ich mir ein windstilles Plätzchen suchen musste.

Gegen nachmittag verließen wir die Fähre im Küstenstädtchen Saint Simeon wieder. Am anderen Ende des Flusses wirken die Ortschaften und die Gegend allgemein viel gepflegter und wohlhabender.

 
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web Highway 138
 
web Highway 138 2
 

Entlang der malerischen Küstenstraße 138 fuhren wir in die Kleinstadt La Malbaie. Eigentlich gibt es hier nicht sonderlich viel zu entdecken und den Wochenmarkt verpassten wir leider auch um eine halbe Stunde.

 
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Im Joes Smokin Meat, einer kleinen Fast Food Kette, die es laut der Kellnerin nur in Quebec gibt, aßen wir unser Mittag. Die Pizza mit Räucherfleisch war super lecker, diese Kette kann ich nur weiterempfehlen.

 
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Der Tag war mittlerweile schon weit fortgeschritten, weswegen wir uns entschieden nur noch die Scenic Route entland des Malbaie Flusses bis zum Grande Jardin National Park zu fahren.

 
web Malbaie River
 

Auch wenn wir den Park selber nicht mehr besuchten, ist die Strecke dahin trotzdem eine Fahrt wert. Durch hügelige Anhöhen, idyllische kleine Ortschaften, entlang kleiner Seen und immer wieder durch dichten Wald fuhren wir bei schönstem Wetter mitten durch die kanadische Landschaft.

 
web Grande Jardin National Park
 
web Grande Jardin National Park1
 

Am National Park angekommen, waren wir kurz versucht trotz der knappen Zeit einzufahren, da sich die felsigen Schluchten sehr beeindruckend waren und das Wetter einfach wunderschön. Wir entschieden uns aber doch dagegen und fuhren die Strecke wieder zurück bis nach Saint Simeon zu unserer Unterkunft.

 
web Saint Simeon
 
web Saint Simeon1
 

Das Gite de Volilite ist einer der vielen kleinen privaten B&B in Kanada. Nach etwas warten an der Haustür öffnete uns der Sohn der Gastmutter und führte uns in unser liebevoll eingerichtetes „Schmetterlingszimmer“ wie Katharina es wegen der Dekoration nannte.

Das ganze Haus war ziemlich vollgeräumt mit Porzellanfiguren und einer wilden Stilmischung von Dekoartikeln und Möbeln. Es war daher sehr gemütlich und einladend, wie auch unsere freundliche Gastmutter Hugette.

 
web Kuckuck
 
web Eichhörnchen
 

Während Katharina ihr Yoga-Workout machte, streifte ich etwas durch die Gegend. Wie leider auch in den USA sind kurze Spaziergänge außerhalb von Städten Fehlanzeige, denn es gibt keine Geh- oder Fahrradwege.  

 
Kosten und Organisation   
40 CAD $ p.P. Ü Gite de Voiler B&B

12 CAD $ Einkaufen

14 CAD $ Pizza und Cola bei Joes Smokin Meat

40 CAD $ p.P. Fährfahrt

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Summe 106 CAD $

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