Blauer Himmel, rote Steine und weißer Schnee – Bryce Canyon und Kondachrome Basin. USA 2014

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Bezaubernde Landschaft

Etwas angeekelt von der Unterkunft verließen wir als einer der letzten Kanab in Richtung Norden. Da auf der Strecke Bauarbeiten waren, wurde die Straße nach acht Uhr morgens komplett gesperrt.

Glück gehabt! Die zweistündige Strecke bis zum Bryce Canyon National Park war auf unserer Reise einzigartig.

Umgeben von Bergen durchfuhren wir ein Tal mit Wiesen auf denen der Tau weiß gefroren war. Vereinzelt kamen wir an kleine Gehöften vorbei. Früh morgens wirkte die Gegend wie verzaubert und für Amerika ganz untypisch entrückt. Einen außergewöhnlichen Anblick boten auch die Red Rocks am Highway 12, welche wir auf unserem weiteren Weg passierten.

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Kein Wandern für uns

Die tiefrot leuchtenden Steine waren mit weißen Schnee bedeckt und strahlten mit dem intensiven Blau des Himmels um die Wette. Am Eingang des Bryce Canyon National Parks wurden wir abrupt wieder in die Realität zurückgeholt. „Leider sind alle Wanderwege wegen des Schneefalls gesperrt“, informierte uns die Angestellte an der Einfahrt zum Park.

Die Straßen waren vereist und nicht geräumt. Wir schauen mal, wie weit wir kommen, dachten wir uns und stoppten zuerst am Visitor Center. Hier vollzogen wir die selbe Prozedur wie immer: Pflichtbewusst durch die Ausstellung, ambitioniert in den Shop, ohne große Errungenschaften weiterfahren.

Schneezauber im Canyon

Zeitgleich mit einem Bus deutscher Touristen fuhren wir die einzelnen Aussichtspunkte ab. Auch wenn im Bryce Canyon dasselbe gilt wie am Grand Canyon: Was mache ich nachdem ich alles von verschiedenen Standpunkten aus gesehen habe?, bot der schneebedeckte Canyon einen imposanten Anblick.

Die meterhohen Hoodos ragen wie Säulen in den Himmel und schaffen ein einzigartiges Landschaftsgefüge.

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Farbenfrohe Steinlandschaft am Ende der Welt

Wegen der Kälte zog es uns dann ziemlich schnell weiter auf dem Highway 12 zum Kondachrome Basin State Park. Die Einsamkeit des Highways wurde immer wieder von Shops, Unterkünften und kleinen Siedlungen unterbrochen.

Mit unendlich langsamen 30 mpH auf den letzten Meilen erreichten wir den State Park, der uns mit 20°C und Sonne empfang. Umgeben von Felswänden bietet das Kondachrome Basin eine nette Auswahl an Wanderwegen und interessanten Haltestellen.

Und schon wieder verirrt

Auf unserem Trail ging es über zweieinhalb Meilen einen kleinen Felshügel hoch und runter. Wir hatten einen spektakulären Blick auf die Gesteinsfärbungen der Felswände. Mitten auf dem Hügel aßen wir unseren mitgebrachten Salat zu Mittag und stellten fest, dass die Wegführung ziemlich verwirrend ist.

Gut gesättigt irrten wir ein wenig umher und kehrten zum Auto zurück. Leider mussten wir nun dieselbe Strecke fast bis nach Kanab zurückfahren. Tagsüber war der Zauber des Morgens verloren gegangen.

Wie Zwerge im Zion National Park

Erst als wir den Eingang des Zion National Parks erreichten begannen wir wegen der gewaltigen Felsen dort wieder zu staunen. Bis zu unserem Motel in Springdale mussten wir den Park einmal quer durchfahren. Man fühlt sich, als säße man in einem kleinen Spielzeugauto vorbeifahrend an den in den Himmel ragenden Felsbrocken. Natur in diesen überdimensionalen Maßstäben hatte ich bis dato noch nicht gesehen.

Leider war der Himmel bewölkt, denn bei Sonne hätte das farbige Gestein sicher noch beeindruckender gewirkt. Gegen Abend in Springdale gönnten wir uns nach einem Streifzug durch die lokalen Shops ein Eis von Ben & Jerrys vor dem Fernseher.

Unterkunft

Bumbleberry Inn (2 Queensize-Betten 38 $ p.P.)

*** von ***** Sternen

Essen

Ben & Jerry: Sorte Everything

***** von ***** Sternen

Wetter    

1°C Bryce Canyon bis 20°C im Kondachrome Basin

Ausgaben

38 $ Bumbleberry Inn

5 $ Essen

4 $ Eintritt Kondachrome Basin SP

29 $ Einkaufen

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