Auf in die Berge! – New Hampshire. USA 2016

Wieder in einem richtigen Bett zu schlafen war sehr erholsam. Ich war am Abend schon gegen acht Uhr in den Tiefschlaf gefallen und wachte um sechs Uhr wieder auf. Die Sonne begrüßte uns mit warmen Temperaturen, sodass wir uns auf eine der Bänke zum Frühstück nach draußen setzten, um den Tag zu besprechen.

 
web Motel Salem
 

Unser erstes Ziel war Concord, die Hauptstadt des Staates New Hampshire. Dieser Staat gefällt mir vor allem wegen des melodramatischen Mottos „Live free or die“ sowie wegen des Mehrwertsteuerfreien Shoppen bereits jetzt sehr gut. Konsequenterweise starteten wir den Tag also auch mit einem Shoppingmarathon bei Burlingtons Coat Factory in Concord. Nach zwei Stunden und um etliche Kleidung reicher, verließen wir zufrieden den Einkaufstempel.

 
web Concord1
 

Da es bereits Mittag war, hielten wir nur kurz am Old State House von New Hampshire. Leider wurde die goldene Kuppel aktuell restauriert. Drinnen wurden wir freundlich begrüßt und dazu eingeladen das Haus zu erkunden. Ohne Eintritt zahlen zu müssen – das ist an der Ostküste wirklich selten – staunten wir über die atmosphärische Eingangshalle.

 
web Concord
 

Fahnen und Portraits alter Kriegsgeneräle, darunter bemerkenswerterweise auch eine Frau, zierten die Wände. Im Visitorcenter des Hauses, welches gleich neben dem Zimmer des Referenten eines Senators liegt, erhielten wir von der netten Empfangsdame eine Warnung vor starken Gewittern und Regengüssen.

Da unsere Parkuhr abgelaufen war, eilten wir schnell zum Auto. Nur etwa eine Stunde dauerte die Strecke bis zum Visitor Center des White Mountain National Forest. Der Himmel zog sich langsam zu und die dunklen Wolken bildeten vor den waldigen Hügeln ein dramatisches Ensemble. In Lincoln wurden wir erneut vor dem Wetter gewarnt.

 
web Franconia Notch6
 

Etwa enttäuscht strichen wir daher die Wanderung zum Lonesome Lake und verschoben die Wanderung zu dem Flume-Wasserfall auf den kommenden Tag. Das Städtchen Lincoln am Tor zum National Forest ist typisch touristisch geprägt. Die alte Railroad kreuzt die Stadt und lädt zu einer Kaffeefahrt ein, es gibt Minigolf und natürlich Zip-Lining sowie Shops aller Art und große Ski-Ressorts. Die White Mountains sind eine klassische Wintersportgegend, an den Hängen sieht man überall die Skilifts.

 
web White Mountain Visitor Center
 

Da wir nun für den Tag kein Programm mehr hatten und uns die Dame im Visitor Center auch keine Tipps für schlechtes Wetter geben konnte, statteten wir Clarks Trading Post einen Besuch ab.

 
web Clarks Trading Post
 

Der alte Handelsplatz wurde heute zu einem kleinen Vergnügungspark für Kinder ausgebaut. Der Shop ist voller Kitsch gemischt mit historischen Elementen. Ich entdeckte ganz hinten in einer Ecke einen alten Automaten, der Violinen mittels einer Maschinerie spielte. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen 25 Cent zu investieren, um dieses Wundergerät auszuprobieren. Der Sound war grausam und hatte wahrlich nicht viel mit Geigenspiel gemeinsam.

 
 

Der kurze Regenschauer war vorbei als wir den Shop verließen, daher beschlossen wir noch etwas den Kamarangue-Highway, eine der schönsten Scenic Routes des National Forest, entlangzufahren. Bei bedecktem Himmel war dies leider nur eine Fahrt durch Wald, wie ich ihn von zuhause auch kenne.

 
web Franconia Notch3
 

Bei einem Parkplatz aßen wir unser verspätetes Mittagessen und entdeckten zufällig den kurzen und hoch frequentierten Lincoln Trail. Wenn hier schon Kinder rumlaufen, kann es ja nicht so schlimm sein mit dem Wetterumbruch, dachten wir und traten die 1,4 Meilenwanderung zu den Franconia Falls an.

 
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web Franconia Notch

 

Der kurze Waldspaziergang entpuppe sich als ordentliche Wanderung, denn wir hatten das Schild falsch gelesen und die ganze Strecke betrug 7 Meilen. Nachdem wir genug hatten kehrten wir also einfach um und wanderten entlang eines Flusses einfach wieder zurück. Das Wetter hat übrigens gehalten, also Glück gehabt!

 
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Der Kamargue-Highway konnte uns an diesem Tag nicht wirklich begeistern (er wirkt wahrscheinlich im Foliage einfach besser). Daher brachen wir zu unserer heutigen Unterkunft in Plymouth am südlichen Rand der White Mountains auf.

 
web Franconia Notch4
 

Während der Fahrt klärte sich der Himmel wieder auf und es gab strahlenden Sonnenschein – schön blöd…

Das Pilgrim Inn & Cottages ist ein klassisches Roadmotel und unser Zimmer war für den verhältnismäßg günstigen Preis sehr schön und sauber.

 
web Pilgrim Inn Plymouth
 

Ich erkundete die kleine Stadt noch etwas, setzte mich dann auf eine Bank vor das Motel und genoss die Sonnenstrahlen. Abends holten wir uns noch Abendessen aus der Altstadt Plymouth.

Ganz ohne Touristenshops zeigt sich hier eine klassische Kleinstadt mit gepflegten Gärten und einem (sehr kleinen) einladenden Innenstadtkern.

 
web Plymouth2
 
web Plymouth
 
 Kosten und Organisation
 

35 $ p.P. Ü Park View Inn Plimouth

110 $ Shoppen Burlingtons Coat Factory Concord

4 $ Postkarten

10 $ p.P. Tanken

2,55 $ Bagel Dunkin Donuts

7,50 $ Quesadilla Abendessen

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Summe 169 $

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