Auf historischen Spuren durch Kanada – Old Kings Road. Kanada 2016

So wie wir mit Ärger über unsere Herbergsmutter ins Bett gegangen waren, so standen wir wieder auf. Denn vor unserer Abfahrt stand immer noch die Bezahlung der zwei Nächte an.

Laut der Gastmutter sollten wir 40 $ mehr zahlen als wir über booking.com gebucht hatten. Wir haben das angesichts der Gesamtsituation natürlich überhaupt nicht eingesehen. Zumal sie auch an diesem Tag wieder kein Frühstück hatte. Letztendlich hatte sie nicht mal eine Buchungsbestätigung von booking.com, im Gegensatz zu uns. Wir haben ihr gesagt, sie soll sich an booking.com wenden und sind erleichtert losgefahren. Über diese Übernachtung habe ich übrigens meine erste Bewertung bei dem Onlineportal geschrieben, denn das ging echt gar nicht…

 

web Kings Road1

 

Da unser B&B direkt auf dem Chemin, Deschambault du Roy (alter Königsweg) lag, konnte unser Tagestrip direkt losgehen. Die wunderschöne Strecke führt entlang des St. Lorenzflusses und verbindet Quebec City mit Montreal.  

 
web Kings Road6
 
web Kings Road4
 

Wir fuhren durch kleine, historische Städte und viel Natur. Bei einem Zwischenstopp zum Frühstück probierten wir endlich Kanadas Vorzeigefastfoodkette Tim Hortons aus. Leider war der Service typisch französisch: Madame ich nix verstanden…

 
web Tim Hortons1
 
web Tim Hortons
 

Anstelle von heißer Vanille und Greek Joghurt Bagel gab es dann Greek Joghurt mit Wildbeeren und einen Cappucchino… trotzdem lecker 🙂

Unseren nächsten Stopp legten wir in Deschambault ein. Das Highlight dieses kleinen Örtchens ist eine alte Wassermühle.

 
web Kings Road2
 
web Kings Road
 
web Kings Road5
 

Bei Trois Riverer verließen wir die Strecke, denn der Königsweg soll danach sehr industriell sein. Zudem wollten wir heute nicht nach Montreal, sondern nach Ile aux Noix an der Grenze nach Vermont.

Da der Tag noch jung war, machten wir einen spontanen Abstecher in das Freilichtmuseum in Drummondville.

 
web Drummondville1
 

Mit über 70 historischen Häusern aus dem 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Living-History-Dorf deutlich größer als Plymouth. Leider ist es auch nicht so schön wie selbiges.

 
web Drummondville13
 
web Drummondville4
 

Die Schauspieler haben Brillen und Uhren, beherrschen ihr Handwerk teilweise gar nicht und sitzen teilweise nur rum. An vielen Ecken liegt Müll oder Baumaterial.

 
web Drummondville6
 
web Drummondville5
 
web Drummondville2
 
web Drummondville8
 
web Drummondville12
 

Ob Schule, Kirche, Apotheke, Käserei, Druckwerkstatt, Scheune und einfache Wohnhäuser – die Siedlung zeigt viele Facetten des historischen Lebens im südlichen Kanada.

Immer wieder werden eigens hergestellte Produkte wie Kerzen, Brot und Süßigkeiten zu adäquaten Preisen angeboten. Einen deutsch sprechenden Zausel haben wir am Ende unserer Tour auch noch gefunden, er konnte immerhin die Zahlen bis drei und guten Tag 🙂

 
web Drummondville9
 
web Drummondville7
 
web Drummondville3
 

Danach machten wir strickt Strecke bis an die Südgrenze Kanadas. In Ile aux Noix hatten wir uns für drei Tage bei einer Schulfreundin meiner Mutter einquartiert. Ich habe mich sofort in das Haus mit großen Garten und einem Bootssteg mit Hängematte direkt am Rivere Richelieu verliebt.

 
web Ile aux Noir
 

Als wir gegen 16 Uhr ankamen war noch viel los, denn es waren noch Bekannte auf der Durchreise kurz vorbeigekommen und zudem gab es aktuell drei quirlige Enkel (2 – 7 Jahre) zu bespaßen.

Wir hatten zum Glück eine eigene kleine Wohnung und zogen uns erstmal zurück. Abends hatte sich das Tohuwabohu etwas beruhigt und wir ließen den Tag bei Steak vom Webergrill (übrigens kein deutsches, sondern ein amerikanischea Produkt!) und Cola-Whiskey auf der Terrasse ausklingen.

 
Kosten und Organisation
 
 

5,50 CAD $ Tim Hortons

31 CAD $ Drummondville Freilichtmuseum

____________________________________

Summe 36,50 CAD $

 

Kommentar verfassen