36 Grad und es wird noch heißer – Anza Borrego State Park. USA 2014

 

Leaving L.A.

Wie schon am Vortag begrüßte uns Los Angeles mit bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen. Im Hostel gab es Frühstück mit Hausgemachten Waffeln. Die Waffeln zum Selbermachen sind wohl gerade dominierender Hostel-, Motel- und Hoteltrend in den USA, denn es gab sie leider in jeder zweiten Unterkunft. Leider, weil der Geschmack deutlich zu Wünschen übrig lässt. Aber dazu noch mehr im Laufe der Reise.

Die letzte Station vor der Abfahrt in Los Angeles war eine AAA-Filiale im Crenshaw Bourlevard.

Tipp: Ich kann jedem ADAC-Mitglied empfehlen sich beim AAA kostenfrei Kartenmaterialzu besorgen. Die Karten sind im Vergleich zu den Karten des ADAC ausführlicher und haben uns ohne Navi schon auf zwei Reisen immer sicher an das Ziel geführt.

Weiterhin gibt es dort auch Unterkunftsverzeichnisse zu den einzelnen Bundesstaaten mit Highlights zu den dort aufgenommenen Städten, Restaurantempfehlungen und kleinen Lokal-Karten. Beide ergänzen sich sehr gut.

Ich empfehle jedem die Karten des ADAC nicht mit in die USA zu schleppen, sondern sich vor Ort zu versorgen. Sonntags haben die AAA- Filialen geschlossen.

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Der Roadtrip beginnt

Endlich mit allem versorgt verließen wir die Großstadt und fuhren auf der Interstate 5 Richtung Süden. Im Gegensatz zur nördlichen Strecke, auf der der Highway 1 mit majestätischen Ausblicken auf den Pazifik begeistert, ist die Strecke Richtung Süden eher langweilig.

Der Himmel war immer noch bedeckt, das Verkehrsaufkommen Richtung San Diego ziemlich hoch und die Küste konnte man nur erahnen. Bei Oceanside bogen wir ab ins Landesinnere in Richtung der Apfelstadt Julian. Und je mehr wir uns von der Küste entfernten, desto besser wurde auch das Wetter.

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Über eine wunderschöne, verschlungene Straße erreichten wir das historische Julian. Ein verschlafener Ort, der wegen seines berühmten Apple Pie Anlaufpunkt für allerlei Touristen auf der Durchreise ist. Wir schlenderten etwas durch das romantische Städtchen, kauften jeweils einen Pie und reisten weiter Richtung Wüste.

 

Into the desert

Mich begeistert an Kalifornien immer wieder die landschaftliche Vielfalt. Innerhalb kurzer Strecken kann sich die Landschaft von einem ins andere Extrem wandeln. So erging es uns auch an diesem Tag.

Nach Julian veränderte sich die Landschaft von sattem Grün zu steinigen Berghügeln und die Vegetation nahm immer mehr ab. Wir blickten nun auf eine flache Ebene aus Wüstensand mit vereinzelten Büschen und Siedlungen. Es wurde nun immer heißer je näher wir Borrego Springs inmitten des Anza Borrego State Parks kamen.

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Als wir am Visitor Center ankamen waren es etwa 37°C und die Sonne brannte auf der Haut. Wegen der Hitze hat der State Park im Sommer ab dem 1. Juni geschlossen – das konnten wir Mitte März gut nachvollziehen. Wie immer besuchten wir zuerst das Visitor Center.

Leider muss ich zugeben, dass mit zunehmender Park-Besichtigungserfahrung das Interesse an den Ausstellungen dort immer mehr nachlässt. Aber hier waren wir aufmerksam, denn die Wüstentiere kennt man als Mitteleuropäer doch weniger und wir hatten keine Lust von gefährlichem Insekten und Spinnengetier angegriffen zu werden.

Übrigens wie immer eine komplett unberechtigte Angst, denn wir begegneten an diesem Tag gar keinem Tier. Highlight unseres Tages sollte die Wandung „Borrego Canyon Palm Trail“ sein. Wir wanderten quer durch die Wüste in Richtung des Canyon, überholten ein älteres Paar und eine Gruppe Jugendlicher.

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Der Trail hat es in sich, denn die Wanderung durch den feinen Sand ist sehr anstrengend, es gibt keinen Schatten und im Canyon muss man auch etwas klettern. Wer aber durchhält und die Palmenoase im Canyon erreicht, wird mit einem lauschigen Plätzchen an einem kleinen Quell unter Palmen belohnt.

Gegen 17 Uhr kamen wir erschöpft im Visitor Center an. Vor uns lag noch eine einstündige Autofahrt durch die Wüste Richtung El Centro. Die nicht sehr abwechslungsreiche Landschaft zog sich hin. Am Straßenrand sahen wir drei kleine, spielende Wüstenfüchse.

Das Motel 6 in El Centro direkt an der mexikanischen Grenzen war frisch renoviert und sauber. Erstaunlicherweise einer der besten Motel 6, in dem wir je waren.

 

 

Unterkunft

Motel 6 El Centro (2 Queensize-Betten 30 $
** von ***** Sternen

Essen

Ralphs: Hamburger und Pommes
*** von ***** Sternen

Wetter

17°C Los Angeles, 37°C Borrego Springs

Ausgaben

5 $ Einkaufen
8 $ Ralphs
3 $ Toll
4 $ Apple Pie
30 $ Motel 6

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